Peter Diefenbachs Gedichte


(Spaß; 29. Juli 2018)

Für eine Löweneule

Was zum Geier ist 'ne Löweneule?
Ist's was, das statt »Huhu« Rumgeheule
lieber laut vernehmlich brüllt?

Oder ist's ein Wesen, das sich – nota bene –
im Federkleide gar wie eine Mähne
den Nacken braun verhüllt?

Oder greif ich gar zu ganz gewagten Thesen –
genau, ein Greif ist es gewesen,
ein Wesen mit zwei Flügeln und vier Beinen

Vielleicht ein Rudeltier? Wo anderen Eulen,
die alleine, die Mäuse kurzpfotig enteilen,
kämpft diese hier gemeinsam mit den Seinen?

Oder liegt der Fokus auf den Tatzen,
die Löwen haben, so wie alle Katzen,
womit die Eule auf dem Boden schleicht?

Nein, Gryffindor'scher Mut in allen Dingen
Sowie das Sinnen, um Gerechtigkeit zu ringen,
dem Wesen hier zum besseren gereicht.

Die Eule ist als klug bekannt, belesen.
An einem guten Buch kann dieses Wesen
kaum vorübergehen.

Dazu Gehörsinn, der den Eulen gleicht,
womit sie alles, was am Boden schleicht,
orten und verstehen.

P.S.: Ich glaub, ich kenn ein solches Wesen.
Ob's ihm gefiel, was es gelesen?
Wir werden sehen.

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